Wenn man sich im Online-Marketing-Bereich umhört, kommt man nicht umhin, eine gewisse Obsession mit DoFollow-Kommentaren auf Blogs festzustellen.
Es werden Tools entworfen, die Blogs mit Do-Follow Kommentar-Links ausfindig machen und jeder stürzt sich auf entsprechende Blogs, während pedantisch darauf geachtet wird, keine Follow-Links in Kommentaren auf den eigenen Blogs zuzulassen.
Das führt natürlich dazu, dass Blogs, die entsprechende Kommentare zulassen, und dann auch noch eine gewisse Relevanz besitzen, ganz schnell zugespammt werden.
Denkt man darüber nach, fällt diese egoistische Selbstbedienungsmentalität natürlich ins Auge. Für das zunehmend soziale Web ist sie denkbar ungeeignet.
Wer intensiv spammt, verschwendet eigentlich nur wertvolle Zeit. Zeit, DoFollow-Blogs zu finden, Zeit, Kommentare (am besten noch mit einem Keyword wie „Kredit ohne Schufa“ in der Namenszeile des Kommentarfelds) zu schreiben, die von einem einigermaßen intelligenten Blogbetreiber (und meist schon von der Blogsoftware) natürlich gleich wieder gelöscht werden. Also: Zeit vergeudet.
Wenn man es richtig dumm anstellt, ist man auch noch zurück verfolgbar und bringt sein eigenes Geschäft damit in Verruf. Das führt dann zu ähnlichen Situationen, wie ich sie hier beschrieben habe.
Statt dessen kann man sich mit ein wenig initialem Aufwand die sozialen Aspekte des Netzes zu Nutze machen und wirklich nachhaltig Links aufbauen.
Es geht nicht darum, möglichst viele, kleine, spammige Kommentare auf möglichst vielen Blogs zu streuen, in der Hoffnung, dass einige davon hängen bleiben und man so einen leidlich relevanten Backlink erhält.
Statt dessen sollte man aktiv auf verschiedenen, wertigen Blogs (und Foren) werden und Präsens zeigen, unabhängig ob man DoFollow-Links setzen kann oder nicht.
Wer sich aktiv und wertvoll an Diskussionen beteiligt, wird wahrgenommen. Diese Wahrnehmung wird positiv sein, solange man sich authentisch beteiligt und nicht nur Phrasen drischt. Andere Diskussionsteilnehmer und auch die Blogbetreiber werden auf einen Aufmerksam und sehen einen als wertvollen Teil des eigenen Blogs.
Im nächsten Schritt kann man Gastbeiträge anbieten und erbitten und sich so ein Netzwerk wirklich wertvoller Links aus Seiten schaffen, die zudem noch relevanten Traffic auf die eigene Seite bringen.
Das Netz ist sozial. Egoisten haben einen schweren Stand.
Und: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Geben ist seliger denn Nehmen. Man sollte sich also nicht scheuen, selbst den ersten Schritt zu tun und dem Betreiber einer relevanten Seite ein für ihn vorteilhaftes Angebot zu machen.
Im sozialen Netz geht es um echte Beziehungen. Im wahren Leben mischt man sich ja auch nicht in eine Diskussion ein und stellt sich als „Herr Supergünstiger Kredit“ vor. Warum sollte man es in einer Online-Diskussion machen? Auf der anderen Seite sitzen auch echte Menschen, die echt reagieren. Man muss sie also auch wie echte Menschen behandeln.
Verhalten, das im wahren Leben keine Freunde schafft, schafft dies im sozialen Netz auch nicht. Die Links wachsen dann, so wie ein Freundeskreis in einer neuen Stadt auch wächst.


